Ausbildungsablauf

Die wesentlichen Inhalte der Ausbildung sind

  •   die Selbsterfahrung

  •   die theoretische Ausbildung

  •   die praktische Ausbildung

  •   die klinisch-praktische Tätigkeit

Selbsterfahrung
Die Selbsterfahrung unterscheidet sich in ihren Anforderungen nach dem von Ihnen gewählten Ausbildungsgang. Sie begleitet in der Regel Ihre gesamte Ausbildung. Ein hilfreiches Verstehen der unbewussten Beziehungsdynamik mit den jeweiligen Patienten fordert von Ihnen einen ständigen persönlichen Reflexionsprozess, dessen Grundlage die eigene Selbsterfahrung in Form von Lehranalyse bzw. Lehrtherapie ist.
Theoretische Ausbildung
Die Theorievermittlung findet überwiegend in festen Seminargruppen statt. Die theoretische Ausbildung wird in Grund,- Mittel- und Oberstufe unterteilt.
In der Grundstufe erwerben Sie in den verschiedenen Aus- bzw. Weiterbildungsgängen ein Basiswissen in Entwicklungspsychologie, intrapsychischer Dynamik, Krankheitsgeschehen und Behandlungstechnik. Über diese Kenntnisse können Sie nach dem 3. Semester die Zwischenprüfung in Form eines Gruppengesprächs ablegen.
In der Mittelstufe erarbeiten Sie unter Vertiefung der Krankheitslehre – parallel zum Beginn der eigenen Behandlungen – die behandlungstechnischen Anwendungen entsprechend dem von Ihnen gewählten Ausbildungsgang.
In der Oberstufe vertiefen Sie Ihre Kenntnisse vor allem in Verbindung mit Ihren Behandlungen und in Wahlpflichtseminaren.
Ergänzend dazu bietet die MAP ein Wissenschaftsprogramm an mit Vorträgen, klinischen Workshops und Fachsymposien. Einmal im Jahr veranstaltet die MAP eine Fachtagung mit Vorträgen, Fallvorstellungen und Arbeitsgruppen zu einem aktuellen psychotherapeutisch- psychoanalytischen Rahmenthema, auf der Sie Ihre fachliche Identität vertiefen.
Praktische Ausbildung (Eigene Behandlungen)
Die praktische Ausbildung beginnt frühzeitig.
Diagnostik und Indikationsstellung
Bereits ab dem 2. Semester erarbeiten Sie im Rahmen eines Seminars analytische Anamnesen und können in der Institutsambulanz hospitieren. Dort können Sie Erstinterviews durchführen und biographische Anamnesen unter Supervision erarbeiten.

Eigene Behandlungen
Nach begonnener Selbsterfahrung und bestandener Zwischenprüfung können Sie nach dem 3. Semester selbst mit Behandlungen unter Supervision beginnen. Patienten werden Ihnen in der Regel von unserer Institutsambulanz vermittelt. Parallel zu den eigenen Behandlungen nehmen Sie an Kasuistisch-Technischen Seminaren teil, um die Integration Ihrer theoretischen Kenntnisse in die praktische Arbeit zu fördern und für die Therapie nutzbar zu machen. Berichte über eigene Behandlungen vertiefen das Verständnis und die Reflexion des therapeutischen Prozesses Ein Kolloquium über einen ausführlichen Fallbericht schließt die Ausbildung der MAP ab.
Kenntnisse und Erfahrungen in anderen Therapiemethoden: Für Ärztinnen und Ärzte ist je nach der Weiterbildungsordnung der zuständigen Ärztekammer mindestens ein weiteres Therapieverfahren vorgeschrieben.
Klinisch-praktische Tätigkeit
Die klinisch-praktische Tätigkeit leisten Sie an klinischen Einrichtungen mit denen die MAP Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen hat (siehe Zusammenstellung Seite 26-31) bzw. im Einzelfall abschließt. Ärztinnen und Ärzte erwerben ihre psychiatrischen Kenntnisse im Rahmen der von der BLÄK vorgegebenen Weiterbildungsordnung.
Ausbildungsabschluss
Weitebildungsmitglieder mit Grundstudium in Psychologie, Sozialpädagogik und Pädagogik erwerben die Approbation nach einer staatlichen Prüfung - schriftlich über theoretisches Wissen, mündlich über den psychoanalytischen (und den tiefenpsychologischen) Abschlussfall und die hierbei relevanten theoretischen Kenntnisse.
Ärztinnen und Ärzten verleiht die BLÄK die Zusatzbezeichnungen ‚Psychotherapie‘ bzw. ‚Psychoanalyse‘ nach Maßgabe deren Weiterbildungsordnung.
Die Ausbildung an der MAP wird mit einem Abschlusskolloquium am Institut über den analytischen Abschlussfall beendet.
Symposium 08.12.2018

Symposium 23.02.2019

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089 - 271 59 66

MAP Geschäftsstelle